Ich möchte euch hier auf meine persönliche Reise mitnehmen und den vielen Fragen in Bezug auf den vielseitigen Begriff „Kunst“ auf den Grund gehen. Am Ende kommt vielleicht die große Erkenntnis, oder es folgen nur noch mehr tiefgründige Fragen. Womöglich findet diese Reise auch nie wirklich ein richtiges Ende.

Als aller erstes möchte ich damit beginnen warum ich diese „Reise“ mache.

Ich war immer ein unruhiges Kind, aufgedreht und kaum zu bändigen. Doch die Malerei war seit ich denken kann mein Ruhepol. Im malen verlor ich mich völlig in der Tätigkeit. Wie in Trance musste ich meine Kreationen beenden. Mein sonst so unkonzentriertes Wesen fand darin eine Struktur, wie einen Ankern an den ich mich halten konnte. Malerei wurde eine Form der Meditation und auch meine tiefste Passion.

Mit siebzehn Jahren habe ich mich für eine Ausbildung als Porzellanmalerin entschieden und konnte so mein Hobby zum Beruf machen. Ich liebte die Arbeit und das Handwerk. In der Freude etwas gefunden zu haben was meinen Fähigkeiten entspricht beende ich die Lehre. Danach redete ich mir noch viele Jahre ein dass ich nur für diesen Beruf geschaffen bin, doch meine Leidenschaft war nicht einfach nur das Malen. Die Sehnsucht danach mehr selbst zu kreieren war immer schon da und dies steigerte sich auch noch mit den Jahren. So kam es dass ich nach 8 Stunden sitzen und malen für meine Arbeit, abends heim kam und noch einige weitere Stunden da saß und malte. Nur für mich, verloren in den Gedanken die ich zurück hielt. Diese Gedanken, diese Bilder brauchten Raum. Ich musste meine Kunst zum Leben erwecken und den Drang sich kreativ zu entfalten endlich ausleben. Nach vielen schönen Jahren mit lieben Kollegen beendete ich mein Arbeitsverhältnis und suchte nach einer neuen Orientierung. Einen Weg der mich meine kreativen Ergüsse verwirlichen lässt und gleichzeitig meinen Arbeitsalltag dahingehend bestimmt.

Ich starte diesen persönlichen Blog um andere an dieser Reise teilhaben zu lassen. Sich ernsthaft mit Kunst zu befassen ist ein für manche scheinbar einfaches Thema, doch letztlich ist nicht davon einfach. Es gibt keine Formel für den Erfolg und kein Netwerk in den man nur durch bloßes Talent erkannt wir. Hierbei seine Präsenz zu zeigen ist unter der immer größer werdenden Masse an selfmade Künstlern kaum noch möglich. Viele sind geplagt von Unsicherheiten über den Werdegang eines Künstlers. Kann man überhaupt rigoros behaupten man wäre Künstler? Sicherlich gibt es viele kreative Köpfe die sich in dieser wertenden Gesellschaft nicht darüber bewusst sind, was der eigener Wert sein soll. Woher weiß man ob man als Künstler gut genug ist, oder ob einfach nur das nötige Selbstbewusstsein reicht. Was bedeutet überhaupt gut genug? Ist nicht alles ein Plagiat von etwas anderem und ab wann kann man sich als das Original verkaufen?

Man merkt mich beschäftigen viele Fragen und es ist an der Zeit der Kunst auf den Grund zu gehen. Ich hoffe dass hierbei meine Recherche nicht nur mich weiter bringt. Man darf gespannt sein!